Ein einfacher Weg, um Fotos automatisch in sozialen Netzen hoch zuladen

Lesezeit: 5 Minuten

Foto-Zauber - Wie Deine Bilder automatisch im Netz landen

Fotos sind bei Facebook & Co ein wichtigstes Mittel, um auf sich aufmerksam zu machen. Egal, ob beruflich, als Marketingprofi für seine Firma, als Blogger für seine Community oder für sich privat, um den letzten Urlaub zu dokumentieren. Wie Du vom Fotografieren über die Bearbeitung und dem letztendlichen Hochladen Zeit sparen kannst, wirst Du in diesem Artikel erfahren.

Fotos systematisch online stellen

Wenn Du viele Fotos (mit dem Handy) unterwegs schießt und diese online bringen möchtest, kann das viel Arbeit bedeuten. Es gibt heute einfache Wege und Apps, um Deine Fotos direkt nach Facebook zu posten, doch eventuell willst Du sie vorher noch bearbeiten und aufhübschen. Die Fotos müssen also von der Karte kopiert und bearbeitet, bei Facebook und Deinem Blog hochgeladen, sowie Titel ausgedacht werden. Diese Schritte voneinander zu trennen macht Sinn, wenn Du keine Zeit hast gleich sofort beim Foto schießen diese Arbeit zu erledigen. Dieser Workflow kann mittels Webautomation vereinfacht werden und dies spart Zeit.

Wir brauen uns ein 4-Gänge-Foto-Menü

Bei diesem Workflow werden Dir einige Tools helfen, die Arbeit zu vereinfachen und somit Zeit zu sparen. Zum Einen kannst Du IFTTT nutzen, sowie die Do-Camera-App. Weiterhin wird Dropbox als Lagerort für die Fotos benötigt. Für die Publikation dient Facebook und Blogger. Welche Ziele Du letztendlich nutzt, ist jedoch Dir überlassen, wobei IFTTT in diesem Beispiel die Grenzen setzt. Die Vorbereitung kann starten:

IFTTT ist ein kostenloser Dienst, um unterschiedlichste Webdienste miteinander zu verknüpfen. IFTTT wird bei den automatischen Helden oft genutzt und ist oft Thema in nützlichen Artikeln. Dropbox kann ebenfalls kostenfrei genutzt werden und gilt heute als Urgestein der Cloud-Speicher.

Die richtige Foto-App

Als erstes kommt die Foto-App von IFTTT zum Einsatz. Die App ist mit IFTTT und den damit verbundenen Webdiensten wie Dorpbox verbunden. Sie ist für iOS und Android verfügbar, ein paar Filter sind möglich und Unterstützung für die Frontkamera sowie Blitz sind gegeben. Praktisch ist, dass auf die Galerie des Smartphones zugegriffen werden kann. Somit können auch Fotos für den kommenden Workflow genutzt werden, die sich schon auf dem Gerät befinden.

Fotos für die Bearbeitung hochladen

In diesem Schritt erstellst Du ein “Rezept”, wie es bei IFTTT heißt, in der Do-Camera-App. Dazu unten auf den Mörser (##BILD) und dann auf das Pluszeichen klicken. An dieser Stelle könnte schon Facebook als Ziel aussucht werden, doch dann hättest Du die Fotos noch nicht bearbeitet. Du willst doch schließlich nur die besten Fotos der Welt hochladen, oder? Auf Channels klicken und Dropbox aussuchen. Nun gibt es eine Auswahl von unterschiedlichen Rezepten und es wird “Add your Photo to a specific folder” ausgewählt. Der Ordnername wird festgelegt, den Du auf “DO Camera” belassen kannst. Dieser Ordner dient später zur Bearbeitung der Fotos.

Ausgangsordner bei Dropbox

Nun legst Du in Dropbox einen weiteren Ordner an: “DO Out”. Dieser Ordner ist der Ausgangsordner, in dem alle Fotos landen, die bei Facebook und Co hochgeladen werden sollen. Er kann zukünftig auch als Lagerort und Backup für alle Deine Fotos dienen.

Wo sollen die Fotos veröffentlicht werden?

Nun wird die Entscheidung getroffen, was mit den Fotos passieren soll. In diesem Beispiel werden die Fotos auf Facebook und zeitgleich bei Blogger als Blog-Post erscheinen. Dazu verwendest Du zwei IFTTT Rezepte.

Das erste Rezept überträgt Fotos von Dropbox zu Facebook. Hierfür wird ein neues Rezept erstellt, Dropbox ausgewählt und “New photo in your folder” als Trigger gewählt. Der entsprechende Ordner ist der oben erstellte “DO Out” Ordner. Als “that” wird Facebook gewählt und als Action “Upload a photo from URL”.  Wichtig ist, dass in der Message “FilenameNotExt” steht. Dazu komme ich gleich noch. Damit die Fotos schön auf Facebook geordnet werde, bitte einen Fotoalbum in Facebook anlegen lassen, der die Fotos aufnehmen soll. Das Rezept ist fertig.

Das zweite Rezept soll die Photos bei Blogger als Beitrag posten. Dazu wird wieder ein neues Rezept erstellt und Facebook ausgesucht. Der Trigger ist “new photo post by you”. Das “that” stellt Blogger dar, wobei “Create a photo post” als Action gewählt wird. Das Rezept ist fertig.

Wie schon erwähnt, kann an dieser Stelle die Zielseiten nicht Facebook oder Blooger, sondern auch ein andere Dienste darstellen. Beispiel könnten Pinterest oder WordPress darstellen.

Workflow für das Posten von Fotos

Das Menü ist angerichtet und nun kann gegessen, in unserem Fall fotografiert, werden. Der Workflow unterteilt sich in zwei einfache Schritte:  1. Fotos schießen und 2. Fotos bearbeiten. Das Posten in die sozialen Kanäle selbst, läuft automatisch ab.

Die Fotos werden also mit der Do-Camera-App von IFTTT geschossen und landen automatisch im “DO Camera”-Ordner auf Dropbox. Du kannst also so viele Bilder machen wie Du willst.

Bist Du von Deiner Fotosafari wieder zu Hause, geht es an das Bearbeiten der Bilder. Du öffnest die Fotos in dem Bildbearbeitungsprogramm Deiner Wahl, setzt Filter, drehst die Fotos oder schneidest die Fotos zu. Fotos, die Du lieber nicht veröffentlichen möchtest, schmeißt Du in die Tonne. Bist Du fertig, speicherst Du das Foto mit einem neuen und guten Namen, was wichtig ist. Der Dateiname wird später der Titel des Bilders im Blog und auf Facebook sein. Also zum Beispiel “Ich auf dem Eifelturm.jpg” oder “Meine Katze Paula.jpg”. Hast Du alle Fotos gespeichert, verschiebst Du die Bilder in den “Do Out”-Ordner und bist fertig.

Warum verschieben und nicht kopieren? Mit dem Verschieben, ist der “Do Camera”-Ordner immer leer und Du weißt, das Du nur Fotos bearbeiten musst, wenn dort Fotos liegen. Die die oben eingestellten Rezepte bei IFTTT werden jetzt Deine Bilder im “Do Camera” Ordner nehmen und automatisch publizieren. Die gewählten Dateinamen werden für die Titel der Blog-Posts und bei Facebook genutzt. Deswegen ist es so wichtig, einen schönen Titel für den Dateinamen zu vergeben.

Dieser Workflow trennt die Arbeitsschritte sauber zwischen Fotos schießen und Fotos bearbeiten. Beim Fotos erstellen hast Du den Kopf frei und kannst Deiner Kreativität freien Raum lassen. Kommt der Nachbearbeitungsschritt, kannst du dich rein auf diesen Schritt konzentrieren. Das Fokusiert und trennen dieser Schritte wird Dir helfen effizienter zu arbeiten.

Kurzgefasst:

  • Foto schießen
  • Fotos bearbeiten
  • Dateiname mit einem guten Namen versehen
  • Fotos in den Do Out-Ordner verschieben

Bonus Tipps

Warum überhaupt mit der Do-Camera-App fotografieren? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich gerne zwischen privaten Fotos und Fotos für die Öffentlichkeit beim fotografieren unterscheiden möchte. Somit fotografiere ich viel mit der normalen Foto-App meines Smartphones und wenn ich Bilder für Facebook & Co mache, nehme ich die Do-Camera-App.

Die Do-Camera-App versteht es, wenn mehrere Rezepte angelegt werden. Zum Beispiel drei unterschiedliche Ordner auf Dropbox angeben um Bilder zu speichern. Die unterschiedlichen Rezepte lassen sich durch einen Wisch auf dem Bildschirm des Smartphones auswählen. Hinter den Ordnern sind dann verschiedene Rezepte bei IFTTT geschaltet, die dann die Bilder in unterschiedliche Seiten postet. Eins für Facebook, eins für Pinterest oder eins für WordPress. Die Möglichkeiten sind enorm.

Profi Tipp

Gleich zwei Tipps für den Profi.

Machst Du Fotos mit einer digitalen Kamera und nicht mit einem Smartphone? Sehr gut! Möchtest Du auch diesen Workflow nutzen? Geht auch! Dazu gibt es Wifi-Speicherkarten, wie die von zum Beispiel Transcend, Cannon oder Toshiba, die in einer normalen Kamera genutzt werden können. Hier muss nur in der mitgelieferten Software es so definiert werden, dass die Bilder automatisch in den passenden Ordner bei Dropbox landen.

Arbeitest Du im Team oder mit einem Virtuellen Assistenten/in und teilst die Aufgabe zwischen Fotos schießen und Fotos bearbeiten? Dann erzeuge mit IFTTT mit jedem neuen Fotos im “Do Camera”-Ordner automatisch eine Trello-Aufgabe für deinen Mitarbeiter. Die Aufgaben in Trello können dann nach und nach abgearbeitet werden und es geht nichts verloren. Wenn Du mehr über Trello erfahren möchtest, gibt es hierzu einen Artikel.

Fazit

Dieser Workflow ist für alle sehr gut geeignet, die vor der Veröffentlichung ihre Fotos noch bearbeiten möchten und diese nicht einfach 1-zu-1 ins Web stellen möchten. Du kannst also im Urlaub Deine Fotos schießen und diesen Workflow nutzen, die Bilder nach der Heimkehr zu bearbeiten und dann erst zu veröffentlichen. Die Trennung z

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Sebastian Schenck

Sebastian Schenck

Sebastian ist Vertriebs- und Marketingleiter in einer Bremer Softwarefirma. Neben vielen kleinen Hobby-Projekten, betreibt er die Webseite Automatische-Helden.de.
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